25/09/2024

Zurück in Toronto...

Wie vor fast 2 Monaten, als ich bei Nieselregen meine Reise hier in Toronto begann, so begrüßte mich die Hauptstadt Ontarios wieder mit Regen. Seit Portland (USA) fuhr ich immer mit Sonnenschein, beinahe einen Monat lang ostwärts, um hier in Toronto meine Tour wieder zu beenden.
Ab Kingston war ich, das Navigationsgerät ignorierend, meistens auf so kleine Straßen unterwegs, dass mir mehr Radfahrer als Autos begegneten.
Das letzte Mal schlug ich mein Zelt auf einem Campingplatz im Sandbanks Nationalpark am Ufer des Ontariosees auf, der trotz Saisonende noch offen hatte. Die Herbstzeit hat schon angefangen, so hatte ich den Sansdstrand fast für mich alleine. Um den Strand zu erreichen musste ich über Sanddünen wandern...und dann hatte ich feinsten Sand zwischen den Zehen. Genau wie an einem Meeresstrand, nur mit kleineren Wasserwellen.





Weiter Richtung Toronto: Cobourg. Außerhalb der Stadt Cobourg gibt es einen kleinen Fluss, in dem gerade Lachse den Fluss hochschwimmen oder sagt man hochwandern? In der Nähe einer künstlichen Wasserwehr, wo man die hochspringenden Lachse am besten beobachten konnte, nahm ich mir ein Hotelzimmer, um am nächsten Tag mit hunderten anderen Leuten am Wasserfall mitzufiebern, ob die Lachse das Hindernis wohl überwinden. Nicht wenige prallten, verzweifelt aus dem Wasser federnd, gegen die Betonwand. Man könnte hier eigentlich eine bessere Aufstiegshilfe für die Fische schaffen, dachte ich mir und verließ den Platz, um mein bereits gebuchtes Zimmer am Rande von Toronto zu erreichen.


Dieses Zimmer (privat vermietet) wird in meinen Erinnerungen immer einen Platz behalten. Nach tausenden Übernachtungen, ob Arbeit oder Urlaub, ist mir so etwas noch nie untergekommen: ein Zimmer, im Vorfeld eine Nachricht vom misstrauischen Vermieter mit einer zweiseitigen Liste, in der  mir mitgeteilt wurde, was man alles NICHT machen darf bzw. was erlaubt ist (eher goar nix). Die Adresse von der Buchungsplattform inkl. der schönen Bilder war sein Haus. Mein Zimmer lag 18 Kilometer weiter in einen Neubezirk, den ich Kleinindien taufte, weil hier viele indischstämmige Menschen leben, mit dazugehörigen Supermärkten und Speiselokalen. Jedenfalls habe ich in meinem kleinen, schäbigen Zimmer die graußliche Bettwäsche nicht benutzt, sondern es wurde der Schlafsack noch einmal ausgepackt.
Zur INFO: Ich bin nicht wählerisch, was das Schlafen angeht, aber es gibt Grenzen, die bei mir  eh weit unten liegen. Vermieter war übrigens auch ein Inder. Und, i hob eam hundert US Dollar ois Kaution gebn müssn und er hätt ma 100 kanadische Dollar zruckgebn, do hätt i 37 Euro in Wind gschossn.
Es gibt a Sprichwort: "Jeden Tog steht a Depp auf" - nur bei mir hot da Spezi a Pech ghobt. Beleidigt und wortkarg hot er ma den 100 US Dollarschein wieder ausghändigt. Der Oars..!!!



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