Ein Drittel der Strecke fuhr ich alleine, da schloss ich auf 2 kanadische Biker (mit Tourenbike's) auf, gemeinsam flogen die Kilometer dahin, bei einer Baustelle kam eine Gruppe Harleyfahrer dazu. Die zwei Kanadier voran fuhren nun ein wenig schneller, ich in der Mitte gab alles um den Anschluss zu den beiden nicht zu verlieren. Ich sah oft im Rückspiegel nach der Dezibelstarken Meute hinter mir, die verbissen kämpfte, um sich nicht abzuhängen lassen (von einer Vespa🤭). Kurz vor dem Pass erkämpfte ich mir jedenfalls den ersten Platz. Die beiden Mitstreiter parkten mit große Augen, aber mit einem Grinsen im Gesicht neben mir. Während wir schon nette Gespräche hatten, trudelte die Harleygang ein, nur die dürften beleidigt gewesen sein, denn die stellten ihre Motorräder gleich mal hundert Meter weg ab. Auch gab es außer skeptischen Blicken, die der Vespa galten, keinen Gesprächskontakt. Naja, es kann nur einer erster sein.
Abwärts fuhr ich die kurze Distanz nach Missoula gemütlich allein. Der einzige Campingplatz, der auch Zeltbesitzer aufnimmt, läßt sich das auch fürstlich bezahlen. "86 Dollar" für ein kleines Zelt. Zu spät habe ich gesehen, dass auf bookingcom ein Motel Zimmer für 80 Dollar angeboten wurde. Egal, ich stellte mein Zelt auf, froh, dass Hund und Katze nicht sichtbar herumschwirrten.
Die Nacht habe ich bis auf einmal, wo der Wind die Plane ins Zelt drückte und ich sofort wieder im Abwehrmodus gegen Katz aufgewacht bin, soooo gut geschlafen, dass mich erst die Sonnenhitze bewegte das Zelt zu verlassen.
Das erste war nun mal die Zeltplane gründich von der Hundepisse zu säubern, nachdem ich einen Wasserhahn in der Nähe entdeckte, um dann gemütlich die Vespa zu beladen.
Nächstes Ziel: West Yellowstone.


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